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1. No cello
2. King Arthur’s mantra
3.&4. Hubble’s dream
5. Bad weather
6.-8. Level π

Die Geschichte hinter jedem Song:

1. No cello

Ursprünglich war No Cello ein kurzer Loop (der jetzt den Background zum Gitarrensolo bildet), den ich geschrieben hatte, um mit einer Cellistin abwechselnd dazu zu improvisieren. Leider ist es zu dieser Session nie gekommen, so dass ich dann irgendwann alleine angefangen habe, dazu zu spielen. In dieser Zeit habe ich gerade den Roman „Im Westen nichts Neues“ von Remarque gelesen, was mich maßgeblich beeinflusst hat und zum langen Intro mit Marschrhythmus führte.

Der Hintergrund aus Geigen, Bass und Schlagzeug entstand im Sequenzer des YAMAHA PSR SQ 16, darüber wurde noch eine extrem gephaste Gitarre gelegt und dann gejamt. Die Keyboardlinien wurden als Kombination Geige/Klarinette mit dem YAMAHA über einen Chorus gespielt und aufgenommen.


2. King Arthur’s mantra

Bei King Arthur's mantra ging es mir in erster Linie um das Experimentieren mit Hall und Echo, insbesondere beim Schlagzeug. Außerdem schwebte mir ein Stück vor, das mit Gitarrensounds im Stil von Pink Floyds „Set the controls for the heart of the sun“ angefüllt war und der zugehörigen spacigen Stimmung. Zu diesem Zweck habe ich das YAMAHA Keyboard an mein KORG AX 1000G angeschlossen und wie wild an den Echo- , Hall- und Feedbackknöpfen gedreht. Damit war der mantramäßige Schlagzeugtrack fertig. Orgel und Bass stammen ebenfalls aus dem YAMAHA und wurden über das Korg eingespielt. Dazu eine Gitarre mit einem Hauch Gothik und ganz viel Floydsche Sounds.


3. & 4. Hubble’s dream

Hubble's dream entstand, als ich gerade Hawkings „Eine kurze Geschichte der Zeit“ gelesen habe. Hierbei entwickelte ich die Idee des Flächensounds, über dem eine verfremdete Stimme über die Entstehung des Universums referiert. Der spacige Anfang wurde wieder mit dem YAMAHA eingespielt. Die Strings wurden über einen Chorus und die Stimme mit Hilfe des Travel-Effects des KORG AX 1000G verfremdet.

Nach diesem langen Intro gehe ich dann in die Akkordfolge über, die nach und nach stärker instrumentiert wird und schließlich die Plattform für die Sologitarre bildet. Auch hier wurden bis auf die Gitarren alle Instrumente mit dem YAMAHA eingespielt und das Schlagzeug im Sequenzer programmiert. Die Intsrumentspuren wurden dann einzeln auf den PC übertragen. Wegen mangelnder Speicherkapazität mussten immer wieder einzelne Spuren zusammengemischt werden. Harte Arbeit!


5. Bad weather

Es ist Mai und regnet seit Ende März ununterbrochen (So kommt es mir jedenfalls vor). Ich schaue aus dem Fenster in den grauen Himmel und habe plötzlich diesen einfachen Text im Kopf.

Der Anfang soll etwas von der Antriebslosigkeit eines solchen Tages vermitteln, deswegen habe ich mich für den etwas knarzig eingespielten ersten Take der Akustikgitarre entschieden. Dazu die Orgel aus dem YAMAHA und schon fühlt man die trübselige Stimmung, die in dunklen Gedanken und Befürchtungen mündet.

Dieses Gefühl war Ausgangspunkt des Mittelteils, der noch (bis auf die Gitarren) vollständig aus meinem YAMAHA Keyboard stammt. Im letzten Teil kommt dann wieder etwas Schwung in die Sache und die B4 von Native Instruments auf dem PC zum Einsatz. Die Stimme wurde diesmal ebenfalls auf dem Rechner und nicht mehr (wie noch bei Hubble's dream) mit dem KORG bearbeitet.


6.-8. Level π

Dieses Stück geht auf das Experimentieren mit dem MoogModular V zurück. Die ursprüngliche Idee war es, dass sich aus einem gewitterähnlichen Sound am Anfang des Liedes zunächst eine Sequenzerlinie entwickelt, die dann nach und nach von immer mehr Sequenzerlinien des Moog überlagert wird, bis das Lied im Chaos endet. Nach dem Chaos sorgt dann ein Streicherpart für Entspannung.

Keine Ahnung, warum ich dann irgendwann doch zur Gitarre gegriffen habe, aber der Wechsel von verzerrter Wahwah Gitarre mit der stark gephasten Gitarre erschien mir plötzlich wesentlich spannender.

Alle Nicht-Gitarrensounds stammen nun von virtuellen Instrumenten und nicht mehr aus dem Keyboard. Neben dem MoogModular (der auch für alle Sounds und Sequenzerlinien verantwortlich ist) wurde die Freeware „StringSynth“ eingesetzt. Die Melodie wurde mit dem MiniMoog V eingespielt. Für das Schlagzeug habe ich den Groove Agent verwendet.


 

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