Hinter Level π verbirgt sich Uwe Cremer aus Köln, Jahrgang 1965. Dass ich auf meine alten Tage die Chance habe, eine CD zu veröffentlichen, verdanke ich Walter Nowicki, dem ich vor etwa einem Jahr mal eine meiner Eigenproduktion zugesandt habe und bei dem ich auf offene Ohren stieß.
1965
wurde ich in Düsseldorf geboren.
1966
Umzug nach Iserlohn, wo ich aufgewachsen bin.
1974
Popmusik ist stinklangweilig, außer: Autobahn und Kometenmelodie II von
Kraftwerk.
1978
Meine erste akustische Gitarre. Mit Hilfe des Freundes meiner Schwester und
der Mundorgel habe ich gelernt, Gitarre zu spielen. Einen Gitarrenkurs im
Jugendheim beendete ich zu Beginn der zweiten Stunde umgehend, als mich der
Jugendheim- und Kursleiter mit rotem Kopf anbrüllte, weil ich vergessen hatte,
meine Gitarre vor der Stunde zu stimmen. Statt dessen hatte ich gequatscht.
1979
Musik ist überhaupt nicht mehr langweilig. Kraftwerks „Menschmaschine“ ist
der Startschuss für meine Plattensammlung.
1979 – 1983
Nach und nach entdecke ich Eloy, Alan Parsons Projekt, Pink Floyd, Klaus
Schulze, Tangerine Dream, Scorpions, Jane, Hannes Wader, Jim Croce, Motörhead,
Saxon ... Viele Lieder lassen sich verdammt gut auf Gitarre spielen. NDW
finde ich auch super.
1983
Grobschnitt spielen Open Air in Iserlohn und ich sehe sie zum ersten Mal.
1984/85
Eine bessere Gitarre wird angeschafft. Nach Jahren zwischen Krautrock und
Heavy höre ich nun verstärkt Gothik.
1985 – 1992
Neben Pink Floyd höre ich fast nur noch Gothik. Sisters of Mercy und Fields
of the Nephilim sind die Größten. Prüfungen, Diplomarbeit und Bewerbungen
bremsen meinen musikalischen Output merklich.
1988
Ich sehe Pink Floyd zum ersten Mal (in der Dortmunder Westfalenhalle) und bin
zwei Wochen lang wie berauscht von dem Konzert. Eine Freundin leiht mir Ihre
E-Gitarre auf Lebenszeit. (eine „Winner“) Auf dieser Gitarre entstehen auch
meine ersten eigenen Stücke. Sie ist sogar noch auf der CD zu hören.
1989
Grobschnitts „Last Party“ auf Burg Wilhelmstein, Pink Floyd in Köln und
Nijmegen.
1993-1995
Ein paar Freunde und ich können regelmäßig Equipment und Proberaum einer
anderen Band benutzen. Wir proben in einem Kellergewölbe in Möchengladbach
eigene Stücke. Ich entdecke Camel und vor allem den Krautrock neu.
1996
Nach einem erneuten Umzug verläuft das gemeinsame Projekt mit den Gladbachern
im Sande. Mit Hilfe von z. B. „Cosmic Dreams at play“ beginne ich mich quer
durch den Krautrockwald zu kaufen und entdecke immer neue Perlen. (Da es
immer wieder Neuauflagen alter Raritäten gibt, hält dieser Trend bis heute
an.). Angeregt durch die Soundexperimente der Krautrocker grabe ich meinen
alten Commodore C64 aus und programmiere mir die verschiedensten Sounds, die
ich dann über die Tastatur abrufen kann. Leider wächst die Latenz mit
zunehmender Zahl belegter Tasten, so dass das Ganze nicht einfach zu spielen
ist.
1997
Ein Freund leiht mir sein Keyboard und ich bringe mir die Grundlagen des
Keyboardspielens bei.
1998
Ich habe genug von den Casio-Sounds und kaufe mir ein gebrauchtes YAMAHA
PSR SQ 16. Der 16 Spur Sequenzer eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Auf dem
YAMAHA entstehen eine ganze Reihe von Stücken (von denen allerdings einige
bis heute noch nicht fertig sind)
1999
Ein Freund zeigt mir, wie man den Computer in ein Mehrspurtonband verwandeln
kann und so langsam geht es richtig los.
2000
Damit der Gitarrensound stimmt, schaffe ich mir das Korg AX1000G an. Die
erste Privatpressung „Absent friends“ entsteht unter dem Pseudonym PSR.
2001-2004
Ich experimentiere mit Sounds und schreibe weitere Stücke, die zu einer
zweiten Privatpressung führen. Aufgrund von Prüfungen komme ich längere Zeit
nicht zum Musikmachen. Nach den Prüfungen belohne ich mich mit einem neuen
Rechner und Schritt für Schritt mit mehr Software. Die Einarbeitung kostet
zwar Zeit, macht aber höllisch Spaß. Fehlende Backups kosten mich 70 Minuten
eigener improvisierter Musik bei einem Festplattencrash.
2005
Eine weitere Privatpressung („Being someone else“) entsteht. Die alte Winner
wird durch eine Fender Stratocaster ersetzt. Mit den bisherigen CDs schreibe
ich ein paar Labels an und Garden of Delights gibt mit die Chance eine CD zu
veröffentlichen.
2006
Unter dem Namen Level π erscheint meine erste CD: „Entrance“ auf Garden of
Delights.
2007
Die ersten Aufnahmen für ein neues Album entstehen. Leider muss
ich diese Aufnahmen wegen Tinnitus für mehrere Monate unterbrechen.
Erst gegen Ende des Jahres haben sich meine Ohren soweit erholt,
dass es weiter gehen kann.
2008
Im Mai ist es soweit: Die Musik für mein zweites Album ist fertig.
„Electronic Sheep“ ist meine Hommage an die Großen der
elektronischen Musik der 70'er Jahre: Klaus Schulze, Tangerine
Dream, Jean Michel Jarre, … Warum keine Hommage an Kraftwerk dabei
ist - keine Ahnung. Aber der ein oder andere hat Kraftwerk
trotzdem herausgehört.
Nachdem das Album von Steve Baltes gemastert
wurde, starte ich den Verkauf der Platte zunächst als CD on demand
im Eigenvertrieb. Im November gibt es ein Radio-Special über Level
π in der Tangerine Dream Fanszone
Radio Show. Außerdem habe ich meine ersten Kontakte zur Filmmusik
geknüpft und mit der Musik für einen einstündigen Film über
Costa Rica begonnen. Der Film von Mitgliedern eines Super 8 / 16mm
Filmclubs auf 16 mm gedreht.
2009
Ein aufregendes Jahr:
Im Mai erscheint „Electronic Sheep“ offiziell auf Museas Sublabel
Dreaming, mit dem Bonustrack „Sonnenwind“, den ich eigens für die
Veröffentlichung bei Musea komponiert habe. Im September erscheint
der Sampler „MyOuterSpace Vol 5“ mit dem Lied „Pferdekopfnebel“ von
mir und im November kommt „Aqual Measure“, das neue Album von
Computerchemist Dave Pearson in den Handel. Das gleichnamige
Titelstück ist eine Gemeinschaftskomposition von Dave und mir, die
Gitarren sind alle „Level π“.
Ach ja, im Sommer habe ich noch den
Funtrack „Honeymoon Question“ anlässlich der Hochzeit von Chris
und Cathy Newman geschrieben. Das Lied wurde beim Weddingspecial
der TDFZ-Radioshow gespielt. Das Projekt „Costa Rica Film“ wurde
fertig und der Film mit Erfolg vorgeführt. Daraus ergab sich der
Auftrag für eine weitere Filmmusik: Drachenherz, ein ca. 10 minütiger
Kurzfilm mit Drachen und Schwertern. Das führt uns aber schon ins
nächste Jahr.
2010
Gleich zu beginn des Jahres schreibe ich die Musik zu Drachenherz.
Die Idee ist, dass mich der vorhandene Film zu einem Lied inspiriert
und auf der Basis meines Liedes der Film dann neu gedreht wird.
Die Musik kommt bei den Filmemachern sehr gut an. Leider haben die
Dreharbeiten noch nicht begonnen. Zunächst soll, quasi als Übung
für Drachenherz, der Kurzfilm „Laub“ gedreht werden, für den ich
die Musik ebenfalls schreibe. Außerdem beginne ich mit der Arbeit
an meinem dritten Soloalbum.